Wenn nur die Protagonisten nicht wären …

© Vladimirs Poplavskis - Fotolia.com

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könnte alles so einfach sein.

Es ist mal wieder so weit. Ich fange ein neues Buch an, nachdem ich „Lügner küssen besser“ beendet habe. Wie immer kam mir eine neue Story in den Sinn als ich an „Lügner …“ arbeitete. Dieses Mal was es Donovan Horman, professioneller Baseballspieler aus den USA. Das Schicksal verschlägt ihn nach Deutschland. Ein Land in dem niemand weiß, wer er ist. Don ist darüber nicht glücklich und wollte unbedingt seinen Frust los werden. Bei mir.

Dumm nur, dass ich gerade sehr beschäftigt war. Ich schrieb ein paar Seiten, um seine Geschichte „einzufangen“, dann machte ich mit Lex weiter, dem „Lügner“ aus „Lügner küssen besser“.

Don war nicht glücklich. Er ging dazu über mich ständig mit seinen Erzählungen zu überfluten. Was einerseits toll ist, wenn man das Buch schreiben will, aber lästig, wenn man gerade an einem anderen arbeitet. Also steckte ich ihn in eine kleine, weiße Box. Verschloss diese und arbeitete weiter.

Jetzt ist es an der Zeit Don heraus zu lassen, aber das ist natürlich nicht so einfach. Unser Gespräch heute morgen verlief so:

Ich: „Ok, Don. Du kannst heraus kommen.“ Ich öffnete den Deckel der weißen Box, ließ die Seiten herunter. Alles, was Don tun musste, war heraus zu spazieren. Dann konnten wir loslegen.
„Keine Lust.“ Don lehnte an der letzten Seitenwand, die noch aufrecht stand. Sein Gesichtsausdruck: aufsässig.
„Ich habe Zeit. Wir können anfangen. Du wolltest unbedingt erzählen, wie es dazu kam …“
„Ich sagte doch. Keine Lust.“ Don verschränkte die Arme vor der Brust und starrte auf den Fußboden.
„Es ging nicht früher. Ich musste erst das andere Buch fertig schreiben.“
„Mir egal.“
Ok. Ich fühlte mich, als würde ich gerade ein Gespräch mit meinem Sohn führen. Als dieser noch fünf Jahre alt war.
„Na gut. Dann eben nicht. Alexander aus Dämonenfluch wartet auch schon ewig darauf, dass ich endlich an seiner Geschichte weiter arbeite.“ Ich machte eine der Seitenklappen zu. „Kann eine Weile dauern, bis ich dann zu dir komme. Denn das wird …“
„Halt!“ Don sprang nach vorne. Sein Gesichtsausdruck noch immer wütend. Dieses Mal aber sehr entschlossen. „Also, es war so:“

Endlich. Ich lehnte mich entspannt zurück und schrieb 🙂

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4 Antworten zu Wenn nur die Protagonisten nicht wären …

  1. Moira schreibt:

    WOW. Ich bin noch nicht mal fertig mit meinem Buch und habe schon das 4 am Start 😀 Have fun!!!

  2. Patricia Jakobs schreibt:

    Hallo! Ich freu mich auf das Buch bin schon sehr gespannt,mach weiter so . Da du grade auch von Alexander aus demonenfluch berichtet hast und ich leider leider schon festgestellt habe dass dass Buch wohl noch etwas dauern wird😔aber es gibt zum Glück noch eine Menge andere Bücher zum Lesen😉

    LG pia

    Date: Sat, 28 Jun 2014 08:01:22 +0000
    To: patriciajakobs@live.de

    • Birgit Kluger schreibt:

      Ja, tut mir leid, es dauert einfach etwas länger als geplant. Aber wie du schon festgestellt hast, bis dahin gibt es ja noch eine Menge Lesestoff :).
      Liebe Grüße,
      Birgit

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