Dämonenwelten – Gut oder Böse? Gott oder Dämon?

Es ist nicht einfach zu beschreiben was ein Dämon ist, denn sie sind in vielen Mythologien vertreten und erscheinen mal als böse Geister mal als gute Schutzengel. In manchen Kulturen waren sie Götter, in anderen wurden sie als Boten des Teufels betrachtet.

Die Wurzeln des Wortes „Dämon“ leiten sich aus dem griechischen „daimon“ ab, einem Hausgeist oder Schutzengel. Die Griechen glaubten, dass ein daimon so etwas war wie ein Geist der Verstorbenen. Diese positive Einstellung wurde in der westlichen Welt im Mittelalter ins negative umgekehrt, was sich aus der Verdammung aller heidnischen daimones durch die Christen erklärt. Seit dieser Zeit wurden Dämonen als Boten des Teufels betrachtet.

Geht man in der Zeit zurück und betrachtet die Mythologien anderer Völker so treten weitere interessante Arten von Dämonen zu Tage:

In der ägyptischen Mythologie beispielsweise gibt es eine große Anzahl von Dämonen. Zu der damaligen Zeit waren Dämonen Wesen zwischen Göttern und Menschen, die mit besonderen Kräften ausgestattet waren. Sie konnten einem Menschen helfen oder ihn vernichten. Ein Beispiel für einen Dämon der ägyptischen Mythologie ist Ammit, die altägyptische Jenseitsgöttin. Der Sage nach wurde die Seele eines jeden Verstorbenen in die Halle der Gerechtigkeit geleitet. Dort wurde das Herz des Verstorbenen gegen eine Feder aufgewogen. War das Ergebnis positiv in dem Sinne, dass der Verstorbene ein moralisch einwandfreies Leben gelebt hatte, so wurde er zu Osiris gebracht. War das Ergebnis jedoch negativ so kam die Dämonin Ammit, auch Herzensesserin genannt, zum Zuge. Ammit war teilweise Krokodil, Löwe und Nilpferd und zerstörte die Herzen derjenigen, die die Prüfung nicht bestanden.

Auch in alten indischen Mythen galten die Dämonen als Götter, die die Gabe der Wahrheit und der Lüge besaßen. Erst in späteren Versionen legten sie die Wahrheit ab und wandten sich fortan der Lüge zu. Dies war auch der Zeitpunkt zu dem sie „dämonisiert“ wurden und sich der Begriff in Indien negativ etablierte.

In der arabischen Sagenwelt hingegen, ist die Dämonenwelt hierarchisch aufgebaut und teilt die Geisterwesen in drei Kategorien ein:

Engel
Teufel (Iblis bzw. Schaitan)
Dschinn

Letztere zählen zu den „guten“ Dämonen solange sie sich für Allah entscheiden. Tun sie dies nicht, hält man sie für böse. Dämonen sind in dieser Mythologie Wesen des Feuers und werden auch Ifrit genannt. Ihre Erscheinungsformen sind unterschiedlich, sie können ebenso als muskelbepackte junge Männer auftreten wie als siebenköpfige Fabelwesen. Ihre Aufgabe ist es Verbrechen zu sühnen.

Auch bei den Römern wurden den Dämonen positive Eigenschaften zugeschrieben. Hier galten sie als „genius“, womit der persönliche Schutzgeist eines Mannes und Ausdruck seiner Persönlichkeit bezeichnet wurde. Mit dem Tod des Mannes starb auch der Genius.

Es gibt noch viele weitere Beispiele aus den Sagen und Mythen anderer Völker, eines ist ihnen allen gemeinsam: Dämonen sind nicht darauf fest gelegt gut oder schlecht zu sein. Je nach Mythos können sie auch beide Eigenschaften in sich vereinen. Die vielfältigen Erscheinungsformen und Wesenszüge, die sie den unterschiedlichen Sagen verdanken sorgen dafür, dass sie eine Quelle der Inspiration für Fantasy-Autoren sind. Denn es gibt kaum etwas was man ihnen nicht andichten könnte …

Deutsch mit QindieUnd das wiederum hat mich zu meinem Roman „Dämonenfluch“ inspiriert, einer Fantasygeschichte, in der Dämonen die zentrale Rolle spielen. Wer neugierig ist, kann das ebook bei Amazon kaufen:

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3 Antworten zu Dämonenwelten – Gut oder Böse? Gott oder Dämon?

  1. Astrid schreibt:

    Hallo
    würde gerne wissen wann Die Rache der Dämonen erscheint ( warte schon so lange und bin doch so neugierig )

    lg Und schönes We

    Astrid

    • Birgit Kluger schreibt:

      Liebe Astrid,
      es tut mir leid, ich bin in meinem Zeitplan total hinterher, aber ich hoffe es noch bis zum Ende des Jahres zu schaffen.
      Updates werden hier auf dem Blog und auf meiner Facebookseite gepostet.
      Viele Grüße,
      Birgit

      • Astrid schreibt:

        Hallo Birgit
        vielen dank für die Info werde mich wohl dann gedulden müssen ( geduld ist zwar nicht meine Stärke ;-))) ) freue mich aber dann aber um so mehr drauf und ärgere mich dann wenn ich es dann wieder so schnell durch habe .Da ich sehr viel lese habe ich ein Buch unter 500 Seiten meistens in ein bis zwei Tagen durch je nachdem wie ich Arbeiten muss .

        Viele Grüsse
        Astrid

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