Die verflixte Sache …

mit dem Genre

Mein Verlag hat es nicht leicht mit mir. Als ich auf der Buchmesse mein nächstes Projekt mit meiner Lektorin besprach, war sie nicht erfreut. Mein derzeitiges Buch ‚Schau ihr in die Augen‘ ist ein Frauenroman. Mein nächstes wird ein Krimi.

„Wollen Sie nicht weiter in Ihrem Genre schreiben? Sie haben ein gutes Gespür für Situationskomik“, lautete der etwas fassungslose Kommentar meiner Lektorin.
„Es ist ein Frauenkrimi“, verkündete ich daraufhin die frohe Botschaft.

Nicht froh genug, denn sie konnte mit diesem Begriff wenig anfangen. Dabei ist doch klar, dass ein Frauenkrimi als Zielgruppe vorwiegend Frauen hat, oder? 80% der Krimileser sind Frauen, wurde ich informiert.

Oh? Uhmmm … das ist gut, nicht wahr? Dann bin ich mit meinem Frauenkrimi genau richtig. Und jede Menge Situationskomik ist darin auch zu finden.

Gut, dass sie nicht weiß welchem Genre mein drittes Projekt zuzuordnen ist. Besser ich behalte diese Information noch eine Weile für mich.

Das Problem ist, ich schreibe gerne in dem Genre, das ich zu dieser Zeit am liebsten lese. Eine Zeitlang waren es Frauenromane, dann Krimis. Derzeit ist es Fantasy …

Wie geht es euch, den Lesern? Würdet ihr einer Autorin, die ihr mögt, in unterschiedliche Genres folgen? Ihre Bücher kaufen, auch wenn es einmal ein Frauenroman, danach ein Krimi und dann ein Fantasyroman ist?

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9 Gedanken zu “Die verflixte Sache …

  1. Hallo Birgit,

    wenn mir der Stil einer Autorin gefällt, ist es mir völlig egal, in welchem Genre sie schreibt. Ich finde es eher schade, dass oft Pseudonyme verwendet werden und ich „meine“ Autorin nicht mehr erkenne.
    Liebe Grüße,
    Vera

  2. Hallo Vera,

    Ja, das geht mir genauso. Ich würde auch lieber alle Genre einer Autorin lesen. Wenn sich jemand hinter einem Pseudonym aus diesem Grund versteckt ist das schade.

    Liebe Grüße,
    Birgit

  3. Erstmal „Hallo“ ich bin gerade über Twitter auf deinen Blog gestoßen und muss erstmal sagen, was ich sehe gefällt mir 😉

    Und jetzt zu der Frage, also ich bin mir nicht sicher ob ich meinem/meiner Lieblingsautor/in in jedes Genre folgen würde.
    Zur Zeit favorisiere ich sehr Cody McFadyen (Thriller, mein liebstes Genre), seine ersten 4 Bücher handelten von einer Protagonistin, das 5 Buch allerdings war keine Fortsetzung der Reihe und obwohl es das gleiche Genre war, war ich doch ein bissl enttäuscht darüber.
    Ich habe dieses Buch natürlich trotzdem gelesen, aber würde er jetzt das Genre wechseln bin ich mir unsicher ob ich ihm dann Treu bleiben würde.

    Allerliebste Grüße
    Corinna

  4. Hallo Corinna,
    schön, dass du meinen Blog gefunden hast und es dir hier gefällt!!!

    Ich glaube das einem Leser ein Buch nicht gefällt ist die Gefahr, die ein Autor mit jedem neuen Buch das er veröffentlicht, eingeht. Da spielt u.U. ja auch das Genre dann gar keine Rolle.
    Grundsätzlich verzeihe ich einem Autor ein Buch, das mir nicht gefiel schon. Wenn es dann aber mehrere Bücher werden, eher nicht. Einzige Ausnahme von dieser Regel was bisher das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco. Da habe ich mich als Leser schon verar***** gefühlt und nie wieder etwas von ihm gekauft.
    Ich denke aber, als Autorin ist es besser, wenn ich das schreibe woran ich Spaß habe weil dann -hoffentlich- ein guter Roman daraus wird. Von daher hoffe ich, dass meine Leser experimentierfreudig sind :).

    Liebe Grüße,
    Birgit

  5. Birgit, ich finde es sogar toll, wenn jemand verschiedene Stilrichtungen ausprobiert – ich glaube, darin zeigt sich, was ein Autor wirklich kann, und auch das Lesepublikum hat mehr davon. Ich esse gerne Pizza, das heißt aber nicht, dass ich mich ein Leben lang nur noch von Pizza ernähren will. Dieses ganze Genre-Denken der Verlage ist viel zu eingleisig.

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