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Castingshows: Zu viel des Guten?

Treue Leser meines Blogs wissen es bereits: Ich mag Castingshows.

In letzter Zeit muss ich aber zugeben, dass es selbst mir ein wenig viel wird. Vor lauter DSDS, Supertalent, X-Factor, Voice of Germany oder Unser Star für Baku schwirrt mir schon der Kopf. Übersättigung stellt sich ein.

DSDS und Supertalent werde ich in Zukunft nicht mehr ansehen. Es macht mir keinen Spaß wenn dreiviertel der Sendung damit vergehen, Menschen durch den Kakao zu ziehen, die sich Illusionen über ihr Talent machen. Da sehe ich lieber the Voice und höre echte Talente für die ich mich nicht fremdschämen muss.

Da ich ein neugieriger Mensch bin, starte ich hier eine Abstimmung. Welche Castingshow mögt ihr am liebsten? Dabei habe ich mich auf die Gesangsshows beschränkt, sonst wäre die Liste endlos :) .

Das Voting ist leider beendet. Ich danke allen, die ihre Stimme abgegeben haben. Die Ergebnisse werden am 25. Januar 2012 hier gepostet.

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Castingshows?!?

Ich liebe Castingshows! Ehrlich. Warum auch nicht? Castingshows gehören zu den wenigen Chancen, die allen offen stehen. Die jeder ergreifen kann, egal wie er aussieht, wie talentiert er ist oder wie alt.

Am schönsten sind sie, wenn jemand die Bühne betritt, dem man auf dem ersten Blick nichts zutraut. Natürlich ist das blöd und oberflächlich, aber trotzdem gibt es Menschen, bei denen man automatisch denkt: „der oder die kann nichts!“

Und dann –wenn man Glück hat- wird man überrascht. Das Publikum applaudiert, die Jury schüttet Lob über den Betreffenden aus, der mit einem Mal strahlt. Die Welt ist schön. Wunder sind möglich!

Einer dieser Auftritte der ganz besonderen Art war der von Susan Boyle im Jahr 2009 bei der Casting Show „Britain’s got Talent“. Sie betritt die Bühne, eine Frau Ende Vierzig, nicht besonders gut aussehend. In einem Kleid … das naja, auch meine Oma hätte tragen können. Von der Jury gefragt, was ihr Traum sei, antwortet sie, sie wolle eine professionelle Sängern werden.

Die Jury tauscht skeptische Blicke aus.

Aus dem Zuschauerraum ertönt Lachen, als sie erklärt sie wolle so erfolgreich werden wie Elaine Paige, eine britische Musicalsängerin.

Und dann singt sie „I dreamt a dream“.

Niemand lacht mehr, als ihre Stimme erklingt. Im Gegenteil, der erste Satz ist kaum verklungen, als die Zuschauer wie wild applaudieren. Am Ende ihrer Darbietung erntet sie standing ovations von den Zuschauern und der Jury.

Allein für solche Augenblicke lohnt es sich Casting Shows anzusehen. Zumindest in meiner Welt :) . Ein bisschen fühle ich mich heute wie Susan Boyle. Ok, es ist weder eine Jury, noch sind es hunderte, die mir applaudieren. Aber immerhin habe ich in den letzten Tagen mehrere wundervolle Rezensionen auf Amazon bekommen. Und das bedeutet mir sehr viel!

Hier ist er, Susan Boyles erster Auftritt bei “Britain’s got Talent” in 2009 auf Youtube: Susan Boyle – Britain’s got Talent. Ich sehe mir diesen Video immer dann an, wenn ich Motivation brauche und den Glauben erneuern möchte, dass Wunder möglich sind.

P.S.: Übrigens hat dieser Artikel schon zu interessanten Diskussionen bei Facebook geführt. Deshalb die Frage an euch: Was haltet ihr von Castingshows? Liebt ihr sie, oder hasst ihr sie?

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