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30 Tage übers Schreiben bloggen

Durch Twitter wurde ich auf dieses Projekt aufmerksam. 30 Tage lang über das Schreiben bloggen, das hört sich interessant an. Vielen Dank also an Iris Tscharf, die diese Idee in Twitter verbreitete. Auf ihrem Blog ‘Schreibnotizen’ finden sich ihre Antworten.

Hier die Fragen, die ich in den nächsten 30 Tagen beantworten werde:

  1. Welches ist Ihr Lieblingsprojekt (Lieblingswelt), an dem Sie gearbeitet haben und warum?
  2. Wie viele Charaktere haben Sie bereits erfunden? Schreiben Sie lieber aus weiblicher oder männlicher Sicht?
  3. Wie finden Sie zu den richtigen Namen für Ihre Charaktere (und für fiktive Orte)?
  4. Erzählen Sie etwas zu Ihrer ersten erfundenen Geschichte/ zu ihrer ersten erfundenen Figur?
  5. Wie alt ist Ihre jüngste Figur? Wie alt ist Ihre älteste Figur? Welche sind Ihre jüngsten/ ältesten Figuren in Bezug auf deren Erschaffungszeitpunkt?
  6. Wo schreiben Sie am liebsten und zu welcher Tageszeit ist Ihre beste Schreibzeit? Benutzen Sie den Computer oder Stift und Papier?
  7. Hören Sie während der Schreibarbeit Musik? Wenn ja, welche Art von Musik? Gibt es Songs, die Sie mit Ihrer Figur verbinden, die Sie an sie erinnern?
  8. Welches Genre bevorzugen Sie beim Schreiben/ beim Lesen?
  9. Wie kommen Sie zu Ihren Figuren? Beschreiben Sie den Schaffungsprozess der Charakterfindung.
  10. Beschreiben Sie die seltsamsten/ ungewöhnlichsten Situationen, in die Sie Ihre Figuren gebracht haben (auch Notizen zählen).
  11. Über welchen Ihrer Charaktere schreiben Sie am liebsten? Über welchen Ihrer Charaktere schreiben Sie ungern?
  12. Bei welcher Ihrer Geschichten haben Sie das Gefühl, einen wirklich guten Job gemacht zu haben? Haben Sie ein paar Randnotizen/ Schreibtipps dazu?
  13. Schreiben Sie lieber über fiktive oder reale Kulturen/ Menschen?
  14. Erstellen Sie Landkarten? Wenn ja, können Sie eine zeigen?
  15. Halbzeit! Gibt es einen Schriftsteller (Profi oder Hobbyautor), den Sie bewundern?
  16. Wenn Sie über romantische Beziehungen schreiben, wie weit gehen Sie da beim Erzählen?
  17. Welcher Ihrer Protagonisten ist Ihr Liebling und warum?
  18. Welcher Ihrer Antagonisten ist Ihr Liebling und warum?
  19. Hat sich schon mal eine Nebenfigur in Ihren Geschichten in den Vordergrund gedrängt? Wurde die Nebenfigur dann zur Hauptfigur? Warum ist das passiert?
  20. Welche Szenen schreiben Sie am liebsten?
  21. Hat eine Ihrer Figuren Kinder? Wie schreiben Sie Szenen aus Sicht der Kinder/ oder Szenen mit Kindern?
  22. Gibt es eine Szene zwischen Ihren Charakteren, die Sie nie geschrieben haben? Wenn ja, warum?
  23. Wie lange brauchen Sie im Durchschnitt für ein Projekt von der Planung bis zur fertigen Erstfassung?
  24. Wären Sie bereit, eine Ihrer Hauptfigur in der Geschichte zu töten, wenn es die Handlung verlangt? Welches war Ihre interessanteste Art und Weise, eine Romanfigur zu töten?
  25. Hat eine Ihrer Figuren Haustiere? Wenn ja, welches?
  26. Wie zeichnen Sie Ihre Charaktere? Beschreiben Sie eine Figur oder wenn Sie mit Bildern arbeiten, zeigen Sie uns eine Ihrer Figuren!
  27. Spielt das Aussehen Ihrer Figuren eine wichtige Rolle? Wie gestalten Sie das Aussehen einer Figur?
  28. Haben Sie schon einmal eine Figur mit körperlicher oder geistiger Behinderung entworfen? Erzählen Sie uns davon.
  29. Wenn Sie an einem Projekt arbeiten, wie oft denken Sie an die Handlung, die Figuren? Gibt es etwas, das Sie an Ihr Projekt oder an Ihre Figuren erinnert?
  30. Letzte Frage: Wählen Sie einen Schriftsteller aus und verraten Sie uns, was Sie an diesem Schriftsteller mögen und/ oder an seinen Charakteren gut finden.

Frage 1
Frage 2
Frage 3
Frage 4

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Ein ganz normaler Tag …

… im Leben der Autorin Birgit K.

6.30: Der Wecker klingelt zum ersten Mal. Oh, Sch*****“ denken und auf Snooze drücken.
6.35: Repeat.
6.40: Fünf Minuten können nicht so schnell um sein.
6.45: Mist nur noch zehn Minuten, dann muss ich aufstehen.
6.50: Warum ich?
6.55: „Kinder aufstehen! Ihr seid spät dran“, rufen.
7.00: Nach unten schlurfen und Frühstück machen.
7.20: „Lukas hat schon wieder das Licht angelassen!!!!“
„Hab ich nicht!“
„Hast du doch!“
7.21: „Ruhe!!“
7.30: Die Kinder sind aus dem Haus. Stille breitet sich aus. Kaffeeduft zieht durch die Räume.
8.00: Ich muss mit der Arbeit anfangen.
8.30: Spätestens um neun Uhr!
9.00: Mal sehen was es auf Facebook, Twitter, Amazon und Lovelybooks Neues gibt … Aber nur ganz kurz.
12.00: Wieso ist es schon 12.00 Uhr? Wieso?
12.05: Ok, dann mache ich meine Mittagspause heute eben ein bisschen früher.
13.00: So, jetzt fange ich an. Ganz bestimmt.
13.01: Hoffentlich ist die Spinne nicht mehr in meinem Arbeitszimmer.
13.02: Verdammt, wo ist das Vieh? Was, wenn sie wieder an meinem Bein hoch krabbeln will?
13.04: Besser, ich arbeite heute im Esszimmer.
13.05: Jetzt brauche ich nur noch eine zündende Idee wie ich das neue Buch anfangen soll.
13.10: Am Besten fange ich schon mal mit dem Schreiben an. Einfach irgendetwas in den Computer tippen, dann kommen die Einfälle ganz von allein …
13.30: … oder nicht.
13.45: „Es war ein regnerischer Tag, als Angelika …“ Das muss so ziemlich der langweiligste erste Satz sein, den ich je geschrieben habe.
14.00: Ich brauche Koffein, vielleicht bringt das meine grauen Zellen auf Trab.
14.15: Scheint nicht zu wirken.
14.16: Vielleicht brauche ich eine kurze Pause. Mal schauen was sich im Internet tut.
15.00: Verdammt. Wieder nichts geschrieben!
15:05: Ins Auto springen und Kinder von den Schul AGs abholen.
15.35: Zu Hause ankommen. Damit ist der Arbeitstag offiziell beendet. Jetzt weiß ich, warum ich zwei Jahrzehnte gebraucht habe um mein erstes Buch zu veröffentlichen.

Wie sieht bei euch ein ganz normaler Arbeitstag aus? Bin gespannt auf eure Antworten :) .

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Kaufrausch

Kennen Sie das? Den Kaufrausch, der viele Frauen packt, sobald sie ein Geschäft betreten? Es soll Frauen geben, die diesem Impuls widerstehen können. Ich gehöre nicht dazu. Leider.

Zum Glück erliege ich diesem Geisteszustand nicht allzu oft. Aber letzte Woche war es soweit. Anfangs war ich noch zu logischen Denkfolgen fähig: ich entschied mich gegen den Besuch bei Media Markt weil ein Fernseher mir zu teuer schien.

Wäre ich doch bloß gegangen.

Stattdessen entschied ich mich für ein Möbelgeschäft. Warum nur hielt ich es für eine gute Idee ausgerechnet das größte Geschäft in der Umgebung zu besuchen? Ok, wir brauchen noch ein paar Regale, Sessel und einen Kleiderschrank. Aber trotzdem. Diese Ausgaben hatte ich gedanklich bereits auf das neue Jahr verschoben.

Eigentlich wollte ich mich nur umsehen.

Stattdessen wurde es meine bisher teuerste Kaufrauschexpedition … Wenn man von der im letzten Jahr absieht, die in dem Kauf meines neuen Autos resultierte. Aber das ist lange her.

Dieses Mal war es ein Weinschrank. Das Letzte was wir benötigen.

Noch dazu war das verflixte Ding teuer. Dafür aber sah es genauso aus, wie ich mir ein besonders schönes Möbelstück für unser Haus vorgestellt hatte. Ein Schmuckstück sozusagen. Klar, dass ein solches seinen Preis hat.

Meine Augen hatten kaum den schwarz lackierten, handbemalten Schrank erblickt, als auch schon sämtliche logischen Denkvorgänge beendet wurden. In meinem Kopf herrschte nur noch ein Gedanke: ich wollte diesen Schrank!

Da ich schon einmal dabei war, kaufte ich auch gleich noch den passenden Couchtisch und eine Kommode.

Vierundzwanzig Stunden später setzten normale Denkprozesse ein.

Wir brauchen keinen Weinschrank. Schon gar nicht einen, für den wir den wir größten Teil unseres Hauses neu möblieren können.

Ich habe keine Ahnung wo ich das Ding hinstellen soll.

Halt das Lesezimmer! Vor meinem inneren Auge erscheint ein Bild wie wir in kalten Winternächten dort sitzen, an unserem Rotwein nippen, im Kamin ein prasselndes Feuer. Dumm nur, dass es in unserem Lesezimmer keinen Kamin gibt, aber das macht nichts. Der Weinschrank allein wird für eine kuschelige Atmosphäre sorgen. Sobald wir ein Lesezimmer haben … aber das wird nicht mehr lange dauern, ich brauche nur noch die Regale und die gemütlichen Sessel. Dann ist es perfekt.

Leise Zweifel packen mich, aber ich verdränge sie rasch in den Hintergrund meines Bewusstseins. Ich wollte schon immer eine schwarz lackierte Anrichte im japanischen Stil. Etwas Ausgefallenes, Schönes das ein wenig mehr kosten darf. Ok, der Weinschrank ist weder aus Japan, noch im Stil japanischer Antiquitäten, aber er ist schön.

Und es hat Spaß gemacht Einkaufen zu gehen, als würde Geld keine Rolle spielen. Genau. Wenn man von den Gewissensbissen absieht, die ich seit diesem Kauf habe, war es toll. Ich würde es jederzeit wieder tun, vorausgesetzt ich verkaufe mindestens 20.000 Exemplare meines neuen Romans … Was laut der aktuellen Statistik nur etwa 100 Jahre dauern wird.

Nachdenklich betrachte ich das Foto, das ich von dem Schrank gemacht habe. Mit einem Mal gefällt er mir nicht mehr so gut. Die Bemalung erscheint mir aufdringlich, übertrieben … Meine gute Laune verpufft, denn mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ich lieber Sitzmöbel, Regale und einen Kleiderschrank hätte.

Wie bekomme ich das Teil wieder los? Schließlich habe ich nicht bei H&M eingekauft wo ich nach ein paar Tagen ungewollte Kleidungsstücke problemlos umtauschen kann. Und richtig. Einen Telefonanruf später und um einige Schattierungen blasser, ist mir klar, dass dieser Kauf ein Fehler war. Ich kann nicht einfach davon zurücktreten, oder, falls ich es doch tue wird das Möbelhaus fünfundzwanzig Prozent des Kaufpreises einbehalten.

Das einzige was ich tun kann, ist etwas anderes stattdessen kaufen.

Gott sein Dank!

Jetzt haben wir eine Menge Möbel: zwei Regale, zwei Sessel, einen Kleiderschrank und einen Couchtisch.

Vielleicht ist so ein Kaufrausch doch nicht so schlecht.

Ähnliche Erfahrungen oder Erlebnisse von denen ihr berichten wollt? Würde mich freuen :)

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