mit dem Genre
Mein Verlag hat es nicht leicht mit mir. Als ich auf der Buchmesse mein nächstes Projekt mit meiner Lektorin besprach, war sie nicht erfreut. Mein derzeitiges Buch ‘Schau ihr in die Augen’
ist ein Frauenroman. Mein nächstes wird ein Krimi.
„Wollen Sie nicht weiter in Ihrem Genre schreiben? Sie haben ein gutes Gespür für Situationskomik“, lautete der etwas fassungslose Kommentar meiner Lektorin.
„Es ist ein Frauenkrimi“, verkündete ich daraufhin die frohe Botschaft.
Nicht froh genug, denn sie konnte mit diesem Begriff wenig anfangen. Dabei ist doch klar, dass ein Frauenkrimi als Zielgruppe vorwiegend Frauen hat, oder? 80% der Krimileser sind Frauen, wurde ich informiert.
Oh? Uhmmm … das ist gut, nicht wahr? Dann bin ich mit meinem Frauenkrimi genau richtig. Und jede Menge Situationskomik ist darin auch zu finden.
Gut, dass sie nicht weiß welchem Genre mein drittes Projekt zuzuordnen ist. Besser ich behalte diese Information noch eine Weile für mich.
Das Problem ist, ich schreibe gerne in dem Genre, das ich zu dieser Zeit am liebsten lese. Eine Zeitlang waren es Frauenromane, dann Krimis. Derzeit ist es Fantasy …
Wie geht es euch, den Lesern? Würdet ihr einer Autorin, die ihr mögt, in unterschiedliche Genres folgen? Ihre Bücher kaufen, auch wenn es einmal ein Frauenroman, danach ein Krimi und dann ein Fantasyroman ist?