Archiv der Kategorie: Auszüge aus Büchern

Welttag des Buches – Leseprobe

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Ich freue mich sehr bei der Aktion “Welttag des Buches” dabei zu sein. Mein Beitrag ist eine Leseprobe aus “Magie, Liebe und Desaster” Teil 1 meines Krimi-Serials “Liebe und Desaster”.

Natürlich könnt ihr auch etwas gewinnen. Unter allen Teilnehmern der Schnitzeljadt, die alle 21 Fragen richtig beantwortet haben wird ein Buchpaket verlost. Am Ende der Leseprobe findet ihr eine Frage, die zu unserer Schnitzeljagd gehört. Sendet die -hoffentlich richtige- Antwort an welttag_des_buches@web.de mit dem Betreff: Welttag des Buches 04.04.2013. Diejenigen, die nur heute an der Aktion teilnehmen, können auch gewinnen. Unter allen richtigen Antworten, die auf diese Frage gegeben werden verlosen wir ein ebook von “Dämonenfluch”.

1

Mein Auftritt hätte unauffälliger nicht sein können. Mit einem lauten „Huch“, einem Satz nach hinten und einem Stapel Kopierpapier, der langsam, aber sicher zu Boden glitt, begrüßte mich die Sekretärin meiner Schwester. Ich gebe es zu: Ich sah möglicherweise ein wenig seltsam aus. Es war Hochsommer und ich trug etwas, das wie eine Kreuzung zwischen einer missratenen Soutane und einem Wintermantel aussah.
Mit kalkweißem Gesicht lehnte Frau Meisel, so hieß die Sekretärin meiner Schwester, an der Wand und hauchte: „Haben sie mich erschreckt Frau Weiss. Ich habe sie ja gar nicht erkannt.“
Immerhin dachte sie nicht spontan an mich, wenn sie jemanden in solcher Kleidung herumlaufen sah. Eigentlich hatte ich gehofft, mich unauffällig an ihr vorbei in das Büro von Irene, meiner Schwester, schleichen zu können. Aber die arbeitsame Frau Meisel war zu einer Zeit an ihrem Arbeitsplatz, zu der sie in einem Salat pickend in der Kantine hätte sein sollen.
Das war Pech, denn Irene hatte von mir verlangt, dass ich unsichtbar kommen sollte. Zumindest glaubte ich, so etwas vernommen zu haben, ganz sicher war ich mir im Nachhinein nicht mehr. Irene hatte mitten in der Nacht angerufen, mich aus dem Schlaf gerissen und etwas von wichtig, unbedingt schnellstens nach Frankfurt kommen und unsichtbar gefaselt. Oder war es umsichtig gewesen? Oder vorsichtig? Niemand konnte von mir erwarten, am frühen Morgen um 10.00 Uhr, einen klaren Gedanken zu fassen. Nicht einmal meine Schwester mit ihrem dringenden Notfall. Mittlerweile hatte ich drei Stunden Autofahrt hinter mir. Kein Vergnügen, wenn man ein Auto fährt, wie ich eins hatte. Noch weniger Vergnügen, wenn man gerade aufgestanden war und noch nicht gefrühstückt hatte. Was mich daran erinnerte, dass ich hungrig war. Frau Meisel wusste ja nun, dass ich da war, also konnte sie mir auch gleich etwas zum Essen bringen. Und Kaffee, viel Kaffee!
Doch bevor ich sie darum bitten konnte, öffnete sich Irenes Bürotür. Meine Schwester streckte ihren Kopf heraus und fragte mich, wo ich denn nun bliebe und was der Lärm sollte. Frau Meisel hatte sich so weit gefasst und begann hektisch das Kopierpapier einzusammeln. Ich wollte ihr dabei helfen, wurde aber von Irene ins Büro beordert. Mit einem: „Frau Meisel, bitte bringen sie meiner Schwester einen Kaffee, wenn sie hier fertig sind“, wollte sie die Tür schließen. Ich schaffte es glücklicherweise noch: „Und bitte ein paar belegte Brötchen“, zu rufen, bevor wir allein waren.
Wir setzten uns. Meine Schwester musterte mich irritiert.
„Wie siehst du denn aus?“
„Ich sollte möglichst unsichtbar kommen, hast du gesagt“, erwiderte ich, ganz die trotzige, kleine Schwester.
„Unsichtbar? Wer hat was von unsichtbar gesagt?“
„Hast du nicht? Es hörte sich so an.“
Irene schüttelte ihren wohlfrisierten Kopf, was mir spontan in Erinnerung rief, dass ich zum Friseur musste. Meine „Eigenkreation“ sah mittlerweile aus wie ein wild gewordener Wischmob. Zum Glück hatte ich dunkelbraune, fast schwarze Haare, da fielen die Feinheiten eines Haarschnitts nicht so auf. Im Moment allerdings, gab es keine Feinheiten, die hätten auffallen könnten. Irene merkte wie üblich nicht, dass ich in Gedanken ganz woanders war. Mit einem Ohr hörte ich, wie sie etwas sagte. Zeit mich zu konzentrieren, also wandte ich ihr meine Aufmerksamkeit wieder zu.
„Ich möchte, dass du jemanden für mich findest. Es handelt sich dabei um den Neffen eines Mandanten.“
Meine Schwester arbeitete für die größte Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei. Sie verdiente unverschämt viel Geld. Irenes Mandant musste ziemlich reich sein, wenn er sich ihren Stundensatz leisten konnte. Von einem ihrer Tagessätze konnte ich ohne Probleme einen ganzen Monat lang leben. Während sie mit mir sprach, läutete mindestens vier Mal das Telefon, ohne dass meine Schwester den Hörer abgehoben hätte. Als sie meinen fragenden Blick bemerkte, meinte sie nur: „Es ist auf Frau Meisel umgestellt. Ich möchte nicht gestört werden.“ Ach hätte ich doch auch eine Sekretärin! Wenn ich nicht gestört werden wollte, musste ich mein Handy ausschalten und vergaß prompt, es wieder einzuschalten. Mit dem Ergebnis, dass ich manchmal tagelang nicht erreichbar war.
Aber ich schweifte schon wieder ab. Hatte sie etwas von Finden gesagt?
„Augenblick mal. Ich soll jemanden finden?“
„Ja, das sagte ich doch gerade.“ Ähnlich wie ich, war auch meine Schwester nicht mit Geduld gesegnet.
„Ich bin kein Detektiv oder so was.“
„Das weiß ich. Aber du bist eine Hexe. Ich denke du schaust in deine Kristallkugel und findest Menschen, Katzen, Hunde oder was eben so ansteht.“
„Ich habe keine Kristallkugel! Und das letzte Mal, dass ich etwas gefunden habe, war, als ich beim Staubsaugen unter dem Teppich saugte statt nur obendrauf.“
„Sieh mal Jana, du bist die einzige Person, die ich kenne, die Zeit hat, eine Hexe ist und eigentlich irgendwie in der Lage sein sollte, Leute aufzuspüren. Außerdem brauchst du Geld.“
Da hatte sie recht, zumindest was das Geld betraf. Warum ich in der Lage sein sollte, Menschen aufzuspüren, war ein Rätsel.
„Ich könnte es mit Pendeln versuchen, aber eigentlich bin ich darin nicht besonders gut.“ Als ich das letzte Mal versucht hatte einen Gegenstand mithilfe des Pendels zu finden, dauerte es ein halbes Jahr, bis ich Erfolg hatte. Und das auch nur, weil ich umgezogen war. Aber vielleicht ging es besser, wenn man Personen damit suchte. Vielleicht wurde ich nach Stunden bezahlt?
„Meinst du nicht, du solltest es lieber mit einem Detektiv versuchen?“ Mein Anstand gebot mir, auf diese doch sehr naheliegende Lösung hinzuweisen. Innerlich aber hoffte ich, sie würde nein sagen und mir einen Stundensatz von mindestens 50 Euro vorschlagen.
„Herr Schmitt möchte keinen Detektiv einschalten. Er will auch nicht die Polizei bemühen. Es wäre ihm am liebsten wenn du es tust, denn du bist meine Schwester und mir vertraut er.“ Oh nein, er denkt, ich bin wie meine Schwester!
„Herr Schmitt? Ich soll jemanden ausfindig machen, der Schmitt heißt? Soll ich bis an mein Lebensende Telefonbücher wälzen?“
„Nein.“ Ein weiterer tiefer Seufzer. „Erstens dachte ich, du arbeitest mit deiner Intuition und zweitens heißt der Enkel von Herrn Schmitt nicht Schmitt, sondern Hermes. Thorsten Hermes ist sein voller Name.“
„Hermes, der Götterbote. Wenn er geflügelte Sandalen hat, dann sehe ich ganz schön alt aus. Warum sucht Herr Schmitt ihn denn?“
„Wegen seiner Erbschaft.“
„Oh, erbt er? Ist er noch ledig?“
Nicht, dass ich reich heiraten möchte. Schon gar nicht einen Erben.
„Ich glaube nicht, dass er dein Typ ist und du sollst ihn nicht heiraten, sondern finden. Herr Schmitt hat ihn seit 5 Jahren nicht mehr gesehen.“
„Ich dachte man erbt erst, wenn derjenige den man beerbt tot ist? Oder beerbt er nicht Herrn Schmitt?“ Mir schwirrte schon jetzt der Kopf.
„Doch, er soll Herrn Schmitt beerben, aber nur, wenn Herr Schmitt sich davon überzeugen kann, dass er des Erbes auch würdig ist.“
„Ach so, ja klar.“ Ich nickte, als wäre ich seit Jahren Anwältin für Erbrecht und wüsste genau, wovon Irene sprach. Egal, es sah aus, als hätte ich den Job. Jetzt musste ich nur noch überlegen, wie ich Thorsten Hermes finden könnte. Meinen Pendelkünsten traute ich nicht so recht.
„Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, wo sich dieser Thorsten herumtreiben könnte?“
„Ja, möglicherweise ist er in Spanien oder Amerika. Er könnte aber auch in Afrika oder Australien sein. Vielleicht ist er aber auch hier in Frankfurt. Wenn wir wüssten, wo er ist, bräuchten wir dich nicht.“ Ein strenger Blick streifte mich. „Ich schlage vor, du fängst hier an. In Frankfurt. Vielleicht hat Thorsten noch mit einem seiner alten Freunde Kontakt.“ Meine Schwester begann, in den Akten zu wühlen, die fein säuberlich auf ihrem Schreibtisch gestapelt waren. Kurz darauf hielt sie mir einen weißen, großen Umschlag hin. „Hier sind einige Informationen: seine Hobbys, alte Freunde, Lieblingskneipen, Ex-Freundin, sein Lebenslauf und einige Bilder von ihm.“
„Was ist mit seinen Eltern?“
„Die sind schon seit Jahren tot. Herr Schmitt ist der einzige noch lebende Angehörige von Thorsten.“
Eigentlich hörte es sich gar nicht so schwer an. Ich würde als Erstes mit seinen ehemaligen Freunden anfangen. Einer von ihnen würde wissen, wo er sich herumtrieb.
„Warum hat Herr Schmitt keinen Kontakt mehr zu ihm?“
„Sie haben sich vor fünf Jahren im Streit getrennt. Seitdem hat er nie wieder etwas von Thorsten gehört.“
„Und trotz des Streites ist er würdig zu erben? Oder zumindest getestet zu werden, ob er würdig ist?“
„Sieht so aus. Anscheinend hat Thorsten vor fünf Jahren angefangen Drogen zu nehmen. Herr Schmitt möchte sicher sein, dass er damit aufgehört hat, bevor er ihn als Erben einsetzt.“
„Aha. Dann fange ich am besten gleich an.“
„Gute Idee. Möchtest du nicht wissen, was du verdienst bei der ganzen Sache?“
„Ach ja, stimmt. Hatte ich vergessen.“ Typisch!
„Ich habe mit Herrn Schmitt 60 Euro pro Stunde ausgemacht. Ist das in Ordnung? Plus Spesen natürlich.“
„60 Euro? Ja, ok, das ist … gut.“ Ich bemühte mich, mir meine Begeisterung nicht anmerken zu lassen. Noch nie hatte ich so viel Geld in einer Stunde verdient. Ich sollte öfter für meine Schwester arbeiten.
„Übernachten kannst du natürlich in der Kanzleiwohnung. Wie immer“, sagte sie und reichte mir die Schlüssel.

Die Tür öffnete sich. Frau Meisel, gesegnet sei sie, trat mit einem riesigen Tablett ein. Es stapelten sich belegte Brötchen, Kaffee und zwei kleine Salate darauf. Die Frau wusste, was man nach drei Stunden Autobahn am nötigsten hatte.
Mit vollen Backen kauend, öffnete ich das Kuvert, das mir Irene zuvor gereicht hatte. Es wurde Zeit, dass ich mir den Burschen einmal anschaute. Als ich das Foto in den Händen hielt, wäre ich beinahe an meinem Brötchen erstickt. Der blonde Sunnyboy, der mir entgegenblickte, war mir bekannt. Nur hieß er damals nicht Thorsten und hatte schwarze Haare gehabt. Davon abgesehen, sah der Typ genauso wie mein Ex- Ex-Ex-Freund aus.
„Und er heißt wirklich Thorsten?“ Dank der vollen Backen fiel meine piepsige Stimme nicht auf.
„Ja. Warum?“
„Ach nichts, er erinnert mich nur an jemand.“
Ich beschloss, vorerst noch nichts zu sagen. Irene hielt nicht viel von meinem Geschmack, was Männer betraf. Ich meist im Nachhinein auch nicht. Vielleicht hatte ich mich getäuscht. Vielleicht sah dieser Thorsten meinem Ex einfach nur ähnlich.

Frage: Welchen Auftrag soll Jana Weiss für ihre Schwester ausführen?

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Dämonenfluch Blogtour – Gewinner

Der Gewinner des 25 Euro Amazon Einkaufsgutscheins steht fest!!!

* Trommelwirbel *

Es ist ….. Tada: Mica!

Herzlichen Glückwunsch Mica!

Die übrigen Gewinner der ebooks werden diese im Laufe des Tages erhalten.

Ich möchte mich noch ganz herzlich bei allen teilnehmenden Blogs bedanken! Die Blogtour hat mir sehr viel Spaß gemacht und ohne eure Unterstützung wäre sie nicht möglich gewesen!

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Abstimmung: Die Rache der Dämonen

Torsten Halder wurde für einen kurzen Moment gestoppt. Aber konnte Sariel seine Macht wirklich zerstören?

„Die Rache der Dämonen“ erscheint 2013. Ihr könnt entscheiden, ob euch ein Serial lieber ist, oder ob ihr warten möchtet, bis das ganze Buch erscheint.

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Dämonenwelten – Gut oder Böse? Gott oder Dämon?

Es ist nicht einfach zu beschreiben was ein Dämon ist, denn sie sind in vielen Mythologien vertreten und erscheinen mal als böse Geister mal als gute Schutzengel. In manchen Kulturen waren sie Götter, in anderen wurden sie als Boten des Teufels betrachtet.

Die Wurzeln des Wortes „Dämon“ leiten sich aus dem griechischen „daimon“ ab, einem Hausgeist oder Schutzengel. Die Griechen glaubten, dass ein daimon so etwas war wie ein Geist der Verstorbenen. Diese positive Einstellung wurde in der westlichen Welt im Mittelalter ins negative umgekehrt, was sich aus der Verdammung aller heidnischen daimones durch die Christen erklärt. Seit dieser Zeit wurden Dämonen als Boten des Teufels betrachtet.

Geht man in der Zeit zurück und betrachtet die Mythologien anderer Völker so treten weitere interessante Arten von Dämonen zu Tage:

In der ägyptischen Mythologie beispielsweise gibt es eine große Anzahl von Dämonen. Zu der damaligen Zeit waren Dämonen Wesen zwischen Göttern und Menschen, die mit besonderen Kräften ausgestattet waren. Sie konnten einem Menschen helfen oder ihn vernichten. Ein Beispiel für einen Dämon der ägyptischen Mythologie ist Ammit, die altägyptische Jenseitsgöttin. Der Sage nach wurde die Seele eines jeden Verstorbenen in die Halle der Gerechtigkeit geleitet. Dort wurde das Herz des Verstorbenen gegen eine Feder aufgewogen. War das Ergebnis positiv in dem Sinne, dass der Verstorbene ein moralisch einwandfreies Leben gelebt hatte, so wurde er zu Osiris gebracht. War das Ergebnis jedoch negativ so kam die Dämonin Ammit, auch Herzensesserin genannt, zum Zuge. Ammit war teilweise Krokodil, Löwe und Nilpferd und zerstörte die Herzen derjenigen, die die Prüfung nicht bestanden.

Auch in alten indischen Mythen galten die Dämonen als Götter, die die Gabe der Wahrheit und der Lüge besaßen. Erst in späteren Versionen legten sie die Wahrheit ab und wandten sich fortan der Lüge zu. Dies war auch der Zeitpunkt zu dem sie „dämonisiert“ wurden und sich der Begriff in Indien negativ etablierte.

In der arabischen Sagenwelt hingegen, ist die Dämonenwelt hierarchisch aufgebaut und teilt die Geisterwesen in drei Kategorien ein:

Engel
Teufel (Iblis bzw. Schaitan)
Dschinn

Letztere zählen zu den „guten“ Dämonen solange sie sich für Allah entscheiden. Tun sie dies nicht, hält man sie für böse. Dämonen sind in dieser Mythologie Wesen des Feuers und werden auch Ifrit genannt. Ihre Erscheinungsformen sind unterschiedlich, sie können ebenso als muskelbepackte junge Männer auftreten wie als siebenköpfige Fabelwesen. Ihre Aufgabe ist es Verbrechen zu sühnen.

Auch bei den Römern wurden den Dämonen positive Eigenschaften zugeschrieben. Hier galten sie als „genius“, womit der persönliche Schutzgeist eines Mannes und Ausdruck seiner Persönlichkeit bezeichnet wurde. Mit dem Tod des Mannes starb auch der Genius.

Es gibt noch viele weitere Beispiele aus den Sagen und Mythen anderer Völker, eines ist ihnen allen gemeinsam: Dämonen sind nicht darauf fest gelegt gut oder schlecht zu sein. Je nach Mythos können sie auch beide Eigenschaften in sich vereinen. Die vielfältigen Erscheinungsformen und Wesenszüge, die sie den unterschiedlichen Sagen verdanken sorgen dafür, dass sie eine Quelle der Inspiration für Fantasy-Autoren sind. Denn es gibt kaum etwas was man ihnen nicht andichten könnte …

Und das wiederum hat mich zu meinem Dämonenfluch-Serial inspiriert, einer Fantasygeschichte, in der Dämonen die zentrale Rolle spielen. Wer neugierig ist, kann sich Teil 1 “Die schwarze Hostie” kostenlos in fast allen ebook Shops herunterladen. Hier ein paar Links:

Amazon

iTunes

Thalia

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Gruseliges Halloween

Mila Roth hat die Idee gehabt zu Halloween eine Geschichte mit mehreren Autoren zu schreiben. Mir hat die Idee gefallen. Auf Mila Roths Webseite könnt ihr lesen wie weit wir bisher gekommen sind.
Und hier geht es zum Gruseln:
Ein Auftrag des Grauenes

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Mal reinhören?

“Trau niemals einem Callboy!” wird noch vor Weihnachten 2012 als Hörbuch im Thono-Audio Verlag erscheinen. Für alle, die vorab schon einmal reinhören wollen, hier eine kleine Kostprobe:

Trau niemals einem Callboy – Intro

Gelesen wird das Hörbuch von Caroline du Fresne, die schon “Schau ihr in die Augen” eingesprochen hat. Ich freue mich sehr darüber, dass sie auch für diese Produktion zur Verfügung steht!

(Mit freundlicher Genehmigung des Thono-Audio Verlages)

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Altes Cover – Neues Cover?

Ich bin Autorin, keine Marketingexpertin und diese Tatsache macht sich immer wieder bemerkbar. Anfangs war ich noch glücklich und zufrieden mit dem alten Cover für meine Krimikomödie „Trau niemals einem Callboy“. Dann aber fiel mir auf, dass es nicht die richtige Botschaft transportierte. Das Cover zeigt eine Frau mit einer Pistole, der leicht sexuelle Touch schien für den Titel geeignet. War er auch, aber eben nicht für den Inhalt.

„Trau niemals einem Callboy“ ist kein Krimi der üblichen Art. Hier geht es nicht um einen Detektiv, der in akribischer Kleinarbeit einen Fall löst, sondern um eine Frau, Tamara Hartwig, die morgens einen toten Fremden in ihrer Wohnung entdeckt und nicht die Polizei ruft, sondern …

Der Rest soll hier verschwiegen werden, aber so viel sei gesagt: Es ist ein spannender, witziger und unterhaltsamer Krimi. Gerade die Tatsache, dass der Humor eine wichtige Rolle spielt, sollte in dem Cover ausgedrückt werden. Deshalb entschied ich mich für das neue Cover und bin auf eure Meinung gespannt.

Altes Cover:

Neues Cover:

Welches Cover findet ihr besser?

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Leseprobe: Teil 2 des Dämonenfluch-Serials “Das Siegel des Salomo”

Kapitel 1

„Nur für diese Nacht. Dann werde ich für immer aus deinem Leben verschwinden.“ In Sariels Worten schwang ein bittender Unterton mit. Sie stand in der Mitte der großen Halle seines Adlerhorstes. Genau wie er vermutet hatte, war sie hierher geflüchtet, nachdem er sie aus den Fängen ihres Onkels befreit hatte. Torsten Halder. Der Name sandte Hass durch seine Gedanken. Der Mann hatte vor wenigen Minuten versucht seine eigene Nichte zu töten. Und nicht nur das, auch Alexander hätte nach dem Willen des Bankers sterben sollen.

„Natürlich. Du kannst bleiben so lange du möchtest. Sei mein Gast“, trotz der Gefühle die in ihm tobten versuchte er möglichst neutral zu klingen. Sariel hatte in dieser Nacht genug durchgemacht. Über ihren Onkel konnten sie morgen noch reden.

„Ich danke dir. Und jetzt … entschuldige mich. Ich bin müde. Sehr, sehr müde. Gute Nacht.“ Mit einem sanften Klicken schloss sich die Tür hinter Sariel. Sie hatte sich in ihr Zimmer zurückgezogen, in den Raum, den er seit der letzten Nacht als ihren betrachtete. Sie ist in Sicherheit, nur das zählt, versuchte er seine aufkeimende Sorge zu beruhigen. Vorsichtig tastend sandte er seine Sinne aus, um zu ergründen wie es ihr ging. Ihre Auflösung in Rauch und das Materialisieren in seinem Adlerhorst mussten sie erschöpft haben, vor allem nachdem Halder sie mit seinem Gift schwächte.

Da, ihr Energiefeld pulsierte schwach, ein dunkler Schatten lag darüber. Nicht dunkel genug, um sie ernsthaft zu gefährden, aber doch stark genug, um sie zu ermüden. Sariel schlief. Aber es war sicher kein erholsamer Schlaf, der dunkle Schatten, der an ihrem Energiefeld zehrte, musste Albträume verursachen! Trotzdem war Alexander erleichtert. Der Banker hatte es nicht geschafft Sariel etwas von dem weitaus stärkeren Gift zu injizieren das er in der Spritze aufzog. Das war mehr, als Alexander zu hoffen gewagt hatte.

*********************

Ihr Onkel.

Gefahr! Eine Spritze, die auf die glatte Oberfläche ihrer Haut gesetzt wurde.

Mit einem Schrei wachte Sariel auf. Licht durchflutete den Raum, in dem sie sich befand. Der Adlerhorst! Sie war in Sicherheit. Der Gedanke hüllte sie ein wie eine warme Decke, die kurz darauf weggerissen wurde. Worte wirbelten durch ihren Kopf.

„Du wirst in das wohltätige Reich des Todes und des Vergessens gleiten.“

Wie eine Schlange glitt dieser Satz durch ihren Kopf. Dabei konnte er nicht wahr sein. Ihr Onkel würde so etwas niemals tun. Zugegeben, er war gestern seltsam gewesen. Hatte ihr das Gefühl vermittelt, er wolle ihr schaden. Dieser Satz aber musste einem der vielen Albträume entsprungen sein, die sie in dieser Nacht geplagt hatten.

Trotz dieser Überlegung fühlte sie sich unbehaglich. Sie hatte Angst, dabei war sie hier in Sicherheit. Sie kehrte in den Adlerhorst zurück weil ihr Onkel eine schwierige Zeit durchmachte. Offensichtlich hatte ihn ihre Weigerung Betriebswirtschaftslehre zu studieren tief enttäuscht. Sie würde ihm Zeit geben. Seit dem Tod ihrer Eltern war Torsten Halder die einzige Familie, die sie hatte. Sie wollte nicht, dass ihr Verhältnis zu ihm dauerhaften Schaden nahm. Trotzdem würde sie nach Paris ziehen, aber, wenn ein wenig Zeit vergangen war, würde sie den Kontakt wieder aufnehmen, in der Hoffnung er habe ihr verziehen. Und wenn nicht … Mit einem Kopfschütteln verscheuchte sie diesen Gedanken. Darum würde sie sich kümmern, wenn es tatsächlich dazu kam.

In diese Gedanken versunken stand Sariel auf, wusch sich und kleidete sich an. Etwas optimistischer gestimmt öffnete sie ihre Zimmertür und betrat den Wohnraum des Adlerhorstes. Wieder zog die grandiose Aussicht der Panoramafenster sie in ihren Bann. Wie hypnotisiert ging sie auf die Glasfront zu, bis sie dicht davor stand. Direkt unter ihren Füßen tat sich der Abgrund auf. Vor ihr erstreckten sich die weißen Gipfel der Berge.

„Guten Morgen. Ich hoffe du hast gut geschlafen.“

Alexander. Wie immer kündigte kein Geräusch sein Nahen an.

„Ja. Danke. Vor allem dafür, dass ich diese Nacht hier verbringen durfte.“  Plötzlich wurde sie sich der Bedeutung ihrer Worte bewusst. Ihre Wangen wurden heiß. „Also, ich meine … nicht mit dir … sondern hier … ähm …“

Alexander verschränkte die Arme vor der Brust und lächelte. Ihre Unsicherheit amüsierte ihn offensichtlich. Sariel hingegen kam sich wie der letzte Trottel vor.

„ … so war das auch nicht gemeint“, plapperte sie hastig weiter. „Nicht, dass ich nicht gerne auch mit dir …oh!“ Nun fühlte sich ihr Gesicht an, als würde es in Flammen stehen. „Vergiss es!“, sagte sie rasch, drehte sich auf dem Absatz um und stürmte ins Zimmer zurück. Mit geschlossenen Augen lehnte sie gegen die Tür. Wie hatte sie sich nur so blöd benehmen können?“ Ein Klopfen riss sie aus ihren Gedanken.

Sie öffnete die Tür einen Spalt weit.

„Was ist?“, fragte sie unwirsch um ihre Verwirrung zu überspielen. Alexander stand vor ihr. Seine Miene verriet nichts von seinen Gefühlen, vielleicht hatte sie es sich nur eingebildet und er hatte sich nicht über sie lustig gemacht.

„Ich wollte nur wissen, wie es dir geht.“

„Wie es mir geht?“ Was meinte er damit? Wollte er herausfinden, ob sie in ihn … Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als sie sich bewusst wurde, dass er sie besorgt musterte. Erst jetzt fiel ihr ein, dass er auf den gestrigen Abend anspielte. Wieder wurde sie rot. Sie war ein solcher Idiot!

Gut, wirklich“, murmelte sie. Ohne zu antworten, sah Alexander sie an, fast so, als würde er darauf warten, dass sie die Wahrheit sagte.

„Ich fühle mich nur ein wenig, kraftlos. Das ist alles“, setzte sie hinzu.

„Die letzte Nacht war nicht einfach für dich.“

„Ja.“ Mit einem Seufzer fuhr sie sich durch die Haare. „Ich kann mich an fast nichts erinnern. Nur daran, dass mein Onkel seltsam war. Ich glaube er ist noch immer wütend weil ich Kunstgeschichte statt Betriebswirtschaftslehre studieren möchte.“

„Das ist alles? An mehr erinnerst du dich nicht?“

„Mir war schlecht, glaube ich. Und dann warst plötzlich du in dem Arbeitszimmer meines Onkels. Danach wird alles verschwommen und ich erinnere mich nur noch daran, dass wir uns gestern Nacht hier materialisierten. Ich glaube, ich bin hierher gekommen, weil er noch immer wütend auf mich ist.“ Sariel schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid, dass ich deine Gastfreundschaft schon wieder in Anspruch nehme. Ich werde heute noch nach Paris reisen, dann bist du von mir erlöst.“

Alexander hob abwehrend die Hände. „Bleibe so lange wie du willst. Es ist mir ein Vergnügen dich als Gast zu haben. Hier ist es sonst eher … einsam.“

„Ich dachte du liebst die Einsamkeit.“ Mit einer Geste wies Sariel auf die Fensterfront, die die einsame Bergwelt hinter ihr zeigte. „Wenn du hier lebst, musst du gerne allein sein.“

„Nicht immer. Du musst hungrig sein“, stellte Alexander fest, bevor sie etwas auf seine Bemerkung erwidern konnte.

„Bitte, mache dir meinetwegen keine Umstände. Ich habe schon viel zu lange …“

„Unsinn. Du tust mir einen Gefallen, wenn du mir Gesellschaft leistest. Wie gesagt, ich habe nur selten Besuch hier oben. Wenn du dich für meine Gastfreundschaft revanchieren möchtest, dann bleib.“

„Danke.“ Alexander drehte sich um und ging ihr voran in die Küche. Sariel zögerte. Am liebsten hätte sie sich in ihrem Zimmer verkrochen. Sie hatte sich schon genug zum Narren gemacht. Andererseits wäre es unhöflich, nachdem sie zugestimmt hatte. Ach verflixt. Mit einem Seufzen schloss sie die Tür hinter sich und folgte Alexander.

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Leseprobe: Trau niemals einem Callboy!

Im April 2012 ist es soweit, dann könnt ihr meinen Kriminalroman “Trau niemals einem Callboy” bei Amazon kaufen. Als Vorgeschmack hier eine kleine Leseprobe:

Es regnet. Schon wieder. Ich bin noch nicht richtig wach, als diese Gedanken durch meinen Kopf wandern. Einen Kopf, der sich anfühlt, als wäre er mit Nebel gefüllt. Verdammte Schlaftabletten.
„Damit solltest du aufhören, Tamara“, murmele ich. „Das ist auf Dauer nicht gesund.“ Erschöpft schließe ich die Augen. Diese Selbstgespräche strengen mich an. Sogar das Schlafen strengt an. Mit einem Seufzer drehe ich mich auf die Seite. Nur noch fünf Minuten.

Der Regen trommelt noch immer leise an die Fensterscheibe, als ich das nächste Mal aufwache. Ich muss aufstehen. Ohne große Begeisterung lasse ich es zu, dass sich der Gedanke in meinem Dämmerzustand auflöst. Aber es hilft nichts, irgendwann muss ich diesen Tag beginnen.
Mit halb geschlossenen Augen taste ich mich ins Badezimmer vor. Dort vermeide ich den Blick in den Spiegel, denn ich ahne, wie ich aussehe. Stattdessen klatsche ich mir jede Menge kaltes Wasser ins Gesicht. Das vertreibt normalerweise die weiße Schwerelosigkeit, die sich in meinem Gehirn festgesetzt hat. Seit zwei Wochen schon finde ich ohne die harmlos aussehenden kleinen Pillen nachts keine Ruhe mehr. Wenn das so weitergeht, verwandele ich mich noch in einen Pharmajunkie.
Aber damit ist jetzt Schluss! Gestern Abend, als ich noch klar denken konnte, habe ich beschlossen, den ständigen Streitereien zwischen meinem zukünftigen Ehemann Ron und meiner Mutter ein Ende zu bereiten. Es wird Zeit, dass die beiden anfangen, sich wie erwachsene Menschen zu benehmen. Noch ist mir schleierhaft, wie ich das erreichen soll. Seit unsere Hochzeit näher rückt, wird die Stimmung zwischen den beiden immer angespannter. Wenn ich nicht damit beschäftigt bin, die aufgeregten Gemüter zu beruhigen, vertreibe ich mir die Zeit damit, mich zu ärgern. Darüber, dass es keinen der beiden Streithähne interessiert, wie ich mir den schönsten Tag meines Lebens vorstelle. Der droht allmählich zu meinem schlimmsten Albtraum zu werden! Und nur deshalb kann ich seit Wochen nicht mehr schlafen.
Meine Gedanken werden von der Türklingel unterbrochen, die ich gekonnt ignoriere. Es ist mir egal, wer draußen steht. Schließlich bin ich weder geschminkt noch richtig angezogen. An die Unordnung, die im ganzen Haus herrscht, will ich gar nicht denken. Ron ist seit gestern auf Geschäftsreise, was regelmäßig dazu führt, dass das Chaos mit beängstigender Geschwindigkeit einzieht. Ich weiß nicht, wie es kommt, aber kaum ist er weg, verwandeln sich sämtliche Räume in ein Schlachtfeld, übersät mit meinen Habseligkeiten.
Wieder durchschneidet das melodische Klingeln, das für diese Tageszeit eindeutig zu laut ist, meine wirren Gedankengänge. Das kann nur ein Verrückter sein! Irgendwann wird er merken, dass niemand zu Hause ist. Entschlossen greife ich zum Make-up, beginne gerade damit, mein Gesicht in eine makellose Maske zu verwandeln, als an die Tür gehämmert wird. Langsam nervt der ungebetene Besucher. Bevor ich mit einem Knall die Badezimmertür zuschlagen kann, um endlich Ruhe zu haben, schallen folgenschwere Worte zu mir herauf: „Öffnen Sie die Tür. Hier ist die Polizei!“
Die Polizei? Meine Hand erstarrt in ihrer Bewegung. Das kann nichts Gutes bedeuten. Hoffentlich ist Ron nichts zugestoßen oder meiner Mutter … Oder sind sie wegen mir da? Der Gedanke legt sich wie ein dunkler Schatten auf meine Seele. Vielleicht sollte ich besser so tun, als sei ich nicht zu Hause. Es ist zwar lange her, seit ich Probleme mit der Polizei hatte, aber es breitet sich noch immer ein mulmiges Gefühl in meinem Magen aus, sobald ich einen Beamten auch nur von Weitem sehe. „Öffnen Sie bitte!“
Mist. Denen scheint es ernst zu sein. Zögernd setze ich mich in Bewegung. Eines ist sicher: Um diese Tageszeit kann es sich nur um schlechte Nachrichten handeln.
„Augenblick, ich komme ja schon“, rufe ich, um zu verhindern, dass sie in ihrem Eifer die Eingangstür demolieren. Innerlich fluche ich, während ich die Treppe hinabeile. Hätten die nicht ein paar Minuten später kommen können? Wenigstens so, dass ich statt eines löchrigen T-Shirts und einer Jogginghose etwas halbwegs Anständiges angehabt hätte?
Unten angekommen, mache ich mich an den vielen Riegeln und Schlössern zu schaffen, die an unserer Haustür angebracht sind. Endlich. Das letzte Schloss ist geöffnet.
Ohne nachzudenken, reiße ich die Tür auf.
Prompt zerfetzt der schrille Ton der Alarmanlage mein Trommelfell.
„Verflixt!“
Hastig tippe ich den Code ein, der dem Lärm ein Ende setzt.
„Tut mir leid, das passiert mir ständig.“ Mit einem entschuldigenden Lächeln auf den Lippen drehe ich mich zu den Polizisten um. Allein der Anblick ihrer Uniformen reicht aus, um mein Herz zu einem rasenden Tanz in meiner Brust zu inspirieren.
„Frau Krämer?“, fragt derjenige der beiden Beamten, der etwas älter zu sein scheint. Mit seinem weißen Rauschebart sieht er aus wie ein Weihnachtsmann, der sich in der Jahreszeit geirrt hat.
„Noch nicht“, will ich gerade erwidern, aber dazu komme ich nicht, denn der Mann redet schon weiter.
„Wir haben einen Notruf erhalten.“
„Einen Notruf?“
„Ja, in unserer Zentrale ging ein Anruf ein. Jemand, der seinen Namen nicht genannt hat, hat einen Einbruch in Ihrem Haus gemeldet.“
„Ein Einbrecher?“ Ich klinge wie sein Echo. Es dauert einen Moment, bis ich den Sinn seiner Worte verstanden habe. Und dann werde ich richtig sauer. Welcher Idiot hat die Polizei angerufen? Für solche Scherze bin ich nicht zu haben, vor allem nicht, wenn ich dann am frühen Morgen ungeschminkt zwei Polizeibeamten gegenüberstehe. Wobei ungeschminkt zu sein um Klassen besser wäre, als mein derzeitiger Zustand: Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich gerade damit begonnen, eine Hälfte meines Gesichtes mit Make-up zu bedecken, während die andere noch immer in ihrem fahlen, unausgeschlafenen Glanz erstrahlt. Vom Anblick meiner Haare ganz zu schweigen.
„Hier ist kein Einbrecher“, entgegne ich. „Glauben Sie mir. Wenn es jemand versucht hätte, wüsste ich es. Dieses Haus ist besser geschützt als ein Hochsicherheitstrakt, das haben Sie ja gerade bemerkt.“ Mit einem matten Lächeln zeige ich zu dem Nummernpad, das ich eben attackiert habe.
„Wäre es nicht besser, wenn wir selbst kurz nach dem Rechten sehen würden?“
Nur über meine Leiche.
„Nein, das ist nicht nötig. Wirklich nicht. Mein Mann hat unser Haus mit den modernsten Sicherheitsvorkehrungen ausstatten lassen. Hier kommt niemand herein, ohne dass wir es merken. Da hat sich jemand einen Scherz erlaubt. Vielen Dank für Ihre Mühe. Ich weiß das zu schätzen.“
„Dann ist es ja gut. Tut mir leid, dass wir Sie gestört haben.“ Der Polizist sieht mich zweifelnd an, aber ich rühre mich nicht von der Stelle. Die Zwei lasse ich nur dann herein, wenn sie einen Durchsuchungsbefehl haben. Anscheinend sieht man mir die Entschlossenheit an, denn nach einigen Sekunden tippt er sich an die Mütze und dreht sich um.

Sie sind weg! Mit einem lauten Seufzer schließe ich die Tür und lehne mich mit dem Rücken an die Wand. Mein Herzschlag beruhigt sich. Nähert sich einem Tempo, das man fast als normal bezeichnen könnte.
Vor einigen Jahren hatte ich ziemlich oft Probleme mit der Polizei. Damals war ich politisch aktiv und habe mich für Umweltschutz, eine gerechtere Schulpolitik und die Dritte Welt engagiert. Aber das brachte mir nichts als Ärger mit den Gesetzeshütern und meinem Vater ein. Wie ein Gedankenblitz sehe ich diese eine vorübergehende Verhaftung wieder vor mir, die damals für ziemlich viel Wirbel in den Medien gesorgt hat.
Das für sich allein genommen wäre nicht so schlimm gewesen. Wirklich übel war, dass meine Mitstreiter mit einem Mal begannen, mich wie eine Außenseiterin zu behandeln, nachdem sie durch die Medienberichterstattung herausfanden, wie wohlhabend meine Eltern sind. Plötzlich war ich das reiche Mädchen, das sich aus Langeweile politisch engagiert.
Dabei war es nicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich mit dieser Meinung konfrontiert wurde. Schon in der Schule lehnten mich Klassenkameraden nur deshalb ab, weil meine Familie Geld hat. Ich dachte allerdings, ich hätte im Laufe der Jahre gelernt, mit solchen Vorurteilen umzugehen.
Und dann war da noch mein Vater, auf dessen Reaktion auf meine Verhaftung ich nicht vorbereitet war. Dabei hätte ich es wissen müssen. Mit einem Ruck stoße ich mich von der Wand ab, versuche alle Gedanken an ihn aus meinem Kopf zu vertreiben. Noch immer fühlt sich sein damaliges Verhalten wie ein Verrat an.

Kaffee! Ich brauche unbedingt Koffein, um den unglücklichen Start in diesen Tag zu korrigieren. Mit diesem Gedanken setze ich mich in Bewegung und gehe den langen Flur entlang, Richtung Küche.
Leider komme ich nicht mehr dazu, meine Absicht in die Tat umzusetzen, denn an der Esstheke, die die Küche vom Wohnraum abtrennt, sitzt jemand.
Mit einem erschreckten Ausruf bleibe ich stehen, als ich den Fremden sehe. Wer ist das? Und vor allem, was hat er hier zu suchen?
Der Eindringling beachtet mich nicht, was nicht weiter verwunderlich ist, denn er scheint zu schlafen. Sein Kopf liegt in einer seltsamen Position auf der glatt polierten Oberfläche der Theke. Und dann ist da noch etwas …
Ein dunkler Fleck, der sich deutlich auf seinem hellen Jackett abzeichnet. Ich kenne diese rostrote Farbe, versuche trotzdem, eine plausible Erklärung dafür zu finden. Vielleicht hat er an einer schmutzigen Wand gelehnt und nicht gemerkt, dass er das Kleidungsstück besser in die Wäsche tun sollte. Vielleicht … ist er tot?
Er sieht aus, als sei er tot. Sehr tot.

Ich mache einen zögerlichen Schritt auf den Mann zu.
„Geht es Ihnen nicht gut?“ Meine leisen Worte verlassen nur zaghaft meine Lippen; er hat sie bestimmt nicht gehört. Mit einem Räuspern versuche ich es noch einmal. „Hallo? Sind Sie wach?“
Blöde Frage. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der weniger wach aussah. Um nicht zu sagen, noch lebloser. Dann bemerke ich sein Auge. Es blickt starr geradeaus an die Decke, so als sei da oben etwas Faszinierendes zu sehen. So faszinierend, dass er seinen Blick nicht davon losreißen kann.
Schweißtropfen treten auf meine Stirn. Kalter Schweiß. Mein Herz fängt an zu rasen, und ich merke, wie ich zu hyperventilieren anfange, denn eines ist klar: Meine erste Vermutung war richtig. Der Fremde, der irgendwie in unser Haus eingedrungen ist, ist nicht nur tot. Nein, das traf ihn unfreiwillig. Es sei denn, er hätte selbst ein kreisrundes Loch in die Rückseite seines Jacketts geschnitten. Ein Jackett, das voll Blut ist.
In dem Versuch, mich zu beruhigen, schließe ich die Augen. Probiere einige tiefe Atemzüge. Keine Chance. Ich bin froh, dass ich es überhaupt schaffe, Luft in meine Lungen zu zwängen. Ich muss die Polizei anrufen. Genau! Nachdem ich damals nicht wegen Körperverletzung eingebuchtet wurde, schaffe ich es dieses Mal vielleicht, wegen Mordes ins Gefängnis zu kommen.
Allein der Gedanke an ein Verhör führt dazu, dass meine Beine wegknicken wie dürres Laub. Ich kann das nicht! Ich kann nicht die Polizei anrufen! Du musst, rufe ich mich zur Ordnung. Was soll ich auch sonst tun?
Nach einer Weile habe ich mich soweit beruhigt, um aufstehen und zu dem Telefon, das auf einem Tischchen im Flur steht, wanken zu können. Ich will gerade die Notrufnummer eintippen, als die Worte, die ich zu dem Polizisten gesagt habe, mir durch den Kopf schießen: „Hier kommt niemand herein, ohne dass wir es merken. Dieses Haus ist besser gesichert als ein Hochsicherheitstrakt.“
Meine Hand, die noch immer den Telefonhörer hält, sinkt nach unten. Wenn ich jetzt die Polizei anrufe, werden sie denken, ich sei es gewesen.

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30 Tage übers Schreiben bloggen: Frage 1

Welches ist Ihr Lieblingsprojekt (Lieblingswelt), an dem Sie gearbeitet haben und warum?

Normalerweise zählt das Projekt zu meinen Lieblingen, an dem ich gerade arbeite. Ich habe immer mehrere Ideen auf meiner Festplatte gespeichert. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt an dem ich Lust habe aus einer dieser Ideen eine Geschichte zu machen. Jedes Thema entführt mich und den Leser in eine andere Welt.

Zurzeit arbeite ich an Teil 2 meines Fantasyromans ‘Die schwarze Hostie – Dämonenfluch’ und bewege mich in der Welt der Dämonen. Das macht Spaß, denn ich habe die Freiheit diese Welt zu gestalten.

Was mir aber auch sehr viel Freude bereitet hat, war die Arbeit an ‘Schau ihr in die Augen’, meinem Debütroman, der im Droemer Knaur Verlag veröffentlicht wurde. Die Geschichte spielt im Hollywood der heutigen Zeit, verknüpft dies aber mit Abstechern in das „alte“ Hollywood. In die Zeiten, in denen die Traumfabrik Stars wie Katherine Hepburn, Spencer Tracy und Humphrey Bogart hervorbrachte.

Mein Kriminalroman „Trau niemals einem Callboy“ hingegen, spielt zum großen Teil in Frankfurt und im Rhein-Main Gebiet. Meine alte Heimat. Ich kenne diese Gegend sehr gut, denn ich habe den größten Teil meines Lebens dort verbracht. Die Erinnerungen wieder aufleben zu lassen und einige meiner Lieblingsorte in die Erzählung mit einfließen zu lassen, war ebenfalls sehr schön.

Als Autorin habe ich die Freiheit mir die Regionen und „Welten“ auszusuchen in denen meine Geschichten spielen. Das ist etwas, was ich an dieser Tätigkeit sehr schätze. Wenn es mir – wie im Moment- zu kalt wird, kann ich eine Geschichte in der Sahara oder auf Ibiza spielen lassen. Kann, wenigstens gedanklich, die Wärme spüren, mich an der Sonne erfreuen. Das ist ein sehr schöner Nebenaspekt meiner Arbeit!

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